"Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt." 
( Friedrich schiller )


    G R U S S W O R T E

    Josef Strasser - Vereinsgründer

Mancher Begegnung sieht man es im voraus wirklich nicht an, dass sie eine  - wenn auch nur im kleinen Rahmen einer Stadt oder eines Vereins - geradezu historische Dimension erreicht. 
Als mich im Oktober 1983 der leidenschaftliche Simbacher Schachspieler Erich Neumaier in meinem Haus aufsuchte, um mir ein Anliegen vorzutragen, konnte niemand ahnen, dass dies so etwas wie die Geburtsstunde des Simbacher Schachclubs werden sollte.

Erich Neumaier hatte oft in der Zeitung gelesen, dass ich an der Kirchdorfer Schule allen Hauptschülern das Schachspielen beibrachte und dass jedes Jahr an dieser Schule diverse Wettkämpfe und Wettbewerbe durchgeführt wurden.Dabei dachte er mit Wehmut an vergangene Simbacher Schachzeiten, verbunden mit dem Wunsch, diese Tradition in der Innstadt wieder aufleben zu lassen. Mit der Bitte um Unterstützung stand Neumaier eines Tages vor meiner Tür. Etwa eine Stunde dauerte dieses Gespräch, an dessen Ende folgende Ergebnisse erzielt waren: Schach-Großmeister Ludek Pachmann sollte im Januar 1984 zu einer Simultanpartie nach Simbach geholt werden. Ich sollte Pachmann  für diesen Auftritt in Simbach gewinnen, Neumaier sollte die notwendigen organisatorischen Vorarbeiten leisten. Die Pressearbeit lag in meiner Hand. Sollte das geplante Simultanmatch ein Erfolg werden, wollte man in der Folge an die Gründung eines Simbacher Schachvereins herangehen.
Es wurde ein Riesenerfolg! 36 begeisterte Schachspieler aus Simbach und dem Inntal traten am 27.Januar 1984 im Gasthaus Plank zu besagter Simultanpartie an - und kaum einer ging an diesem Abend nach Hause, der nicht den Wunsch nach Gründung eines Vereins zum Ausdruck gebracht hätte.

Schon wenige Wochen später - Mitte Februar 1984 - konnte die Passauer Neue Presse berichten  
"Das königliche Spiel ist nun in der Innstadt zu Hause" 

und im "Simbacher Anzeiger" wurde in dem Artikel 

"Simbach besitzt nun einen Schachclub"
 

am 15. Februar auf den neuen Verein hingewiesen. 

Wie viele Freunde der Schachsport in Simbach hat, zeigt die Tatsache, dass sich der Schachclub Simbach mittlerweile als einer der größten in Niederbayern etablieren konnte. 
Ich beglückwünsche die Verantwortlichen, freue mich, dass ich für den Club vor allem in den ersten Jahren so viel tun konnte, bedanke mich für die zahlreichen Schirmherrschaften, die mir bei verschiedenen Anlässen in den letzten Jahren übertragen worden waren und wünsche dem Verein - "meinem Verein" - für die Zukunft viel Erfolg.

J o s e f  S t r a s s e r  



Johannes Endler - 1. Vorstand (v. 1987 bis 2010)

Jean-Jacques Rousseau , der berühmte Kulturkritiker und Philosoph, bemühte sich zeitlebens beharrlich um das königliche Spiel und brachte es, wie er in seinen Confessions gesteht, dennoch nie zur Meisterschaft.  Er studierte zahllose Schachbücher, verbiss sich in Analysen, grübelte oft tagelang über Endspielstellungen und wagte sich bisweilen sogar an Vergleichskämpfe mit Philidor, dem Schach- und Musikgenie, der im 18. Jahrhundert als stärkster Spieler der Welt galt. 

In ähnlicher Weise ist nunmehr seit  Gründung  unseres Vereins ein Großteil unserer  Mitglieder  von wahrer Spielleidenschaft besessen - ja, der Schachgöttin Caissa fast verfallen.  Mit Hingabe, Begeisterung und Ausdauer bemühen wir uns seither gemeinsam, bisweilen auch durchaus erfolgreich, die Meisterschaft im  "Spiel der Spiele" zu erlangen. 
Und dieses einträchtige Bemühen schuf in den vergangenen Jahren für Jung und Alt in unserem Verein ein Gemeinschaftsgefühl, das über das Schachspielen hinaus kennzeichnend  für das Vereinsleben in unserem Club ist.   
Unserer Gemeinschaft wünsche ich für die Zukunft weiterhin die Kameradschaftlichkeit, die Hilfs- und Opferbereitschaft, all die bisher gezeigten  Tugenden unserer Mitglieder, die unseren Verein bis heute  zuverlässig und sicher getragen haben. 

J. Endler