Das "Blaubart-Problem"  

(nach  Herder:  ...Chevalier "Barbe-bleue", Ritter "Blaubart", tötete (im Märchen) nacheinander seine (acht) Frauen ... )

Dem Interviewer des Männer-Magazins  „Penthouse“ hatte der Playboy, J.  Falck, nach dem Interview noch eine Zugabe spendiert, hatte ihn ins Studio hinübergebeten, den PC eingeschaltet und gesagt:
 “Jetzt das Nonplusultra, mein Spiel mit acht Damen; es hat mit Schach zu tun, ist aber trotzdem ganz schön lebensnah.“
Falck schob eine Diskette ein  und rief das entsprechende Programm auf.  Der Monitor zeigte den Raster eines Schachbretts. Die Aufgabe, so erklärte er, sei nun, Damenfiguren auf dem Spielfeld so unterzubringen, dass sie sich nicht gegenseitig in die Quere kommen, also nicht schlagen könnten.
Die ersten vier brachte der Reporter mit Leichtigkeit unter. Auf dem Bildschirm waren automatisch die von den Figuren beschatteten Felder markiert: “Die streuen ganz schön“, sagte er nachdenklich nach der fünften Platzierung. Für die sechste fand er noch ein freies Feld, dann ging nichts mehr. Erst beim dritten Versuch gelang es ihm, sieben Damen ins Spiel zu bringen.
„Wollen wir’s genug sein lassen?“ fragte der Playboy.
"Machen Sie mir erst alle acht vor“, sagte der Reporter.
Falck tat es ohne zu zögern. "Das ist dann bloß noch System , kein Spaß mehr.“
„Was mir am meisten imponiert“, sagte der andere, „ ist, wie jede Dame sofort ihre Aura von Gefahr verbreitet. Blitzschnell. Wie lautloses Maschinengewehrfeuer.“

„Ja“, sagte Falck, „so kann man`s auch sehen.“                (Frei nach: Dieter Hildebrandt, Blaubart Mitte 40, in: Blaubärtchen, Hanser)

         

Schach-Philosophisches  gefällig?!

An alle, die`s bis hierher geschafft haben:   
I
deen,  Anregungen,  Tipps, usf.,  werden gerne angenommen!
Inhalt und Gestaltung:        J. Endler